In der gnadenlosen Welt von World of Warcraft Classic Hardcore gibt es keine zweite Chance, und genau das machte den Tod von Priester Schnabinsko so tragisch wie unvergesslich. Mit stolzem Level 45 hatte er sich gemeinsam mit seiner Gruppe in den Wüstensand von Zul’Farrak gewagt, einem Dungeon, der schon unzählige Abenteurer verschlungen hat. Der Run verlief zunächst ruhig, die Mobs wurden sauber kontrolliert und niemand ahnte, dass wenige Sekunden später alles vorbei sein würde.
Der entscheidende Moment kam bei einem Pull, der völlig aus dem Ruder lief. Mehrere Troll-Gruppen wurden gleichzeitig aktiviert, und mitten im Chaos traf Schnabinsko das schlimmste Schicksal für einen Heiler: Er wurde immer wieder von Hexern in einen Frosch verwandelt. Polymorph folgte auf Polymorph, und jedes Mal, wenn er sich gerade befreien konnte, kam schon der nächste Zauber. Flucht war unmöglich, Heilen ebenso.
Während der Rest der Gruppe versuchte zu entkommen, hüpfte Schnabinsko hilflos als Frosch durch den Sand von Zul’Farrak. Kein Zauber, kein Trank, kein Rettungsanker – nur Kontrollverlust. Als der Effekt endlich endete, war es bereits zu spät: Zu viele Gegner, zu wenig Leben, keine Chance mehr. Sein Tod war damit nicht nur das Resultat eines zu großen Pulls, sondern auch ein bitteres Beispiel dafür, wie tödlich Crowd Control in Classic Hardcore sein kann. Schnabinsko starb nicht im Kampf, sondern gefangen in Zaubern, die ihm jede Handlung nahmen. Wir werden ihn nicht vergessen.




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